Erkenntnisse aus der Saison 2019:

 

Haftpflichtversicherung - Deckungssumme: Die Deckungssummen für Mootorboote und Segelboote mit Motor wurden in Italien 2018 angehoben, sie betragen für Personenschäden nun 6.070.000 Euro (bisher 5.000.000) und für Sachschäden 1.220.000 Euro (bisher 1.000.000). Die Versicherungsbestätigung in italienischer Sprache (Certificato di Assicurazione) muss an Bord mitgeführt werden. Viele Versicherer haben die Deckungssummen bei gleichbleibendem Beitrag automatisch angehoben. Bitte überprüfem sie aber zu ihrer Sicherheit ihre eigene Versicherungspolice. (Diese Änderung ist in der aktuellen Druckausgabe unseres Ratgebers bereits eingearbeitet).


 

 

 

 

Slipanlage von Porto Torchio Manerba.

 

Die Baustelle an der Slipanlage ist beendet (10.06.2019) , die Slipanlage kann wieder benutzt werden. Die Gebühr am Automat beträgt Euro 3,00 pro Slipvorgang.


Tankstelle Storic Lidorama

 

Bei unseren Recherchen in 04/2019 haben wir noch eine

zusätzliche Tankstelle für Boote entdeckt. Wir hoffen, dies ist

die letzte, bei uns bisher nicht gelisteten Tankstellen am See.

 

Die Tankstelle für Benzin befindet sich bei Storic Lidorama

(auch als Nautica Gardableu bekannt). Storic Lidorama befindet sich am Lido di Lonato gleich neben dem Coco Beach Club.

Die Tankstelle ist nach Auskunft des Betreibers in der Saison täglich von 08.00 bis 12.00 und 14.00 bis 18.00 geöffnet.

Die Position ist 45°29,41N -10°31,11E.

  


 

 

Während unseres Besuchs im April 2019 haben wir auch die Anlage von Nautica Baia Verde in San Felice besucht. Dies ist nicht ein Ort, über den wir in unserem Ratgeber berichten werden, also  kein Platz wo sie temporär anlegen oder tanken könnten sondern eine Steganlage der genannten Nautica. Die Nautica befindet sich beim 5-Sterne Campingplatz Fornella von San Felice. Am Eingang zum Campinplatz konnten wir sehen, dass dieser Campingplatz 2018 von ADAC als Supercampingplatz ausgezeichnet wurde. Der Betrieb der Nautica war zu dieser Zeit noch nicht aufgenommen, sodass wir auch keine weitere Informationen bezüglich Leistungen erhalten konnten. Ein großer, starker Kran befindet sich bei der Anlage. Wir möchten mit diesen Beitrag  Campingfreunde mit Boot informieren, die vielleicht nach einem solchen Platz suchen. Der Campingplatz selbst, machte einen sehr guten Eindruck.


Roccavela - Base Nautica - Keine neue Erkenntnis aber eine zusätzliche Information: Wir konnten an verschiedenen Stellen Hinweise finden, dass es bei Roccavela - Base Nautica (zwischen Garda und Bardolino) eine Tankstelle geben soll. Dem ist nicht so, wir haben auf eine Rückfrage bei Roccavela die Antwort bekommen, dass es dort keine Tankstelle gibt.


Nautica La Darsena - Die Nautica La Darsena liegt in der Bucht von Salo ein paar Meter östlich des Hafens von Barbarano. Auch für diese Nautica wird an verschiedenen Stellen immer mal wieder eine Tankstelle erwähnt. Wir haben die Nautica in 06/2019 besucht, dort gibt es definitiv keine Tankstelle. Vielleicht gab es eine solche dort mal vor längerer Zeit, wir wissen dies nicht, aber heute  gibt es dort keine Tankstelle mehr. Neben der Nautica befindet sich das gleichnamige Restaurant La Darsena, dazu gibt es einen Eisensteg an dem angelegt werden kann. Wenn Sie dort anlegen wollen, verwenden sie bitte kräftige Fender, ohne solche ist ein Anschlagen des Boots am ungeschützten Eisensteg sehr wahrscheinlich.


 

 

 

Tankstelle Repsol - Peschiera, Via Marina 1

Die Tankstelle am Canale Mercantile in Peschiera (auch bekannt als Stazione Renzo Turrini), nahe der Nautica Motomar International, wird an verschiedenen Stellen noch als Bootstankstelle erwähnt. Diese Tankstelle gibt es leider nicht mehr.

Wir haben, um sicher zu sein, nochmals in 05/2019 in Peschiera nachgefragt. Uns wurde bestätigt, dass diese Tankstelle nicht mehr existiert; d.h. die Anlage als solche ist noch vorhanden, der Betrieb ist aber eingestellt. Wir haben diese Location nun auch  in 06/2019 besucht, man kann die Tanksäulen noch als Relikt aus vergangenen Tagen sehen, einen Betrieb gibt es dort nicht mehr.

 


Porto Moniga - Vecchio  Wir beschrieben in den ersten Ausgaben unseres Ratgebers 2019 in Moniga den Platz Nr. 70 im Porto Vecchio noch als Gästeliegeplatz.  In 2018 wurden in der Lombardei verschiedene Hafenplätze neu vergeben und neu definiert. Nach neuestem offiziellem Hafenplan ist dieser Platz nun an eine Nautica vergeben. Bitte versuchen sie nicht mehr, an diesem Platz anzulegen.  Wir haben diese neue Erkenntnis bereits in der aktuellen Druckversion unseres Ratgebers berücksichtigt.

 

Porto Moniga Gästebojen. An den Leitern der Hafenmauer befindet sich ein Schild, dass besagt, dass diese Plätze für die Zeit von

09.00 bis 19.00 Uhr kostenpflichtig sind. Von der Hafenverwaltung in Moniga bekamen wir den Hinweis, dass der Hafen außerhalb der Saison bereits um 18.00 Uhr geschlossen sein kann. Wenn sie einen dieser Plätze benutzen, fragen sie bitte bei der Bezahlung nach, wielange der Hafen geöffnet ist. Bei unserem Besuch in Moniga in 06/2019 konnten wird diese Hinweisschilder (es waren gedruckte und laminierter Hinweise) nicht mehr finden. Vielleicht werden sie wieder erneut angebracht. Die Gästebojen gibt es aber nach wie vor und können wie beschrieben benutzt werden.


Peschiera – Einfahrt in die Kanäle und den Mincio.  Bis 2017 war eine Einfahrt in den „Canale di Mezzo " durch die Brücke nach der Anlegestelle von Navigarda möglich.  Ab 2018 war diese Einfahrt für Motorboote gesperrt. Wir dachten zuerst, dies wäre eine vorübergehende Beschränkung wegen des damaligen hohen Pegels des Sees.  Unsere Rückfrage beim Touristbüro in Peschiera, und dieses wiederum bei der zuständigen  Abteilung für die Schifffahrt ergab nun folgende Aussage:  Diese Beschränkung bleibt bestehen, d.h. die Einfahrt mit Motofahrzeugen (Motorboote und Jetskiern) in den Canale di Mezzo ist weiterhin verboten. Eine Einfahrt in den Mincio ist nur noch über den „Canale Mercantile“  (östlich davon) möglich. Aber auch dazu ist eine Durchfahrt unter einer Brücke notwendig,  die derzeit (Stand 08.06.19), wegen dem hohen Pegel am See nicht möglich ist.

 


Maderno Porto Vecchio - In den digitalen Seekarten von Navionics ist für den Porto Vecchio in Maderno noch eine Tankstelle eingetragen. Weiter ist von einem User dort vermerkt (registrierte Navionics-User können Hinweise in die Karten eintragen), dass man dort vorübergehenden anlegen könnte. Wir wollten dies geklärt haben und haben diesen Hafen in 06/2019 besucht. Wir konnten auch dort keine Tankstelle mehr finden. Weiter gibt es in diesem Hafen gleich nach der Hafeneinfahrt rechts nur einen Platz für Notfälle - dieser ist gekennzeichnet mit EMERGENZA - ORE (siehe dazu untenstehendes Bild - sie können den Hinweis unterhalb der Ente mit Sicherheit hier nicht lesen, aber dieser lautet trotzdem EMERGENZA-ORE) , dies bedeutet man kann nur im Notfall dort vorübergehend liegen bleiben. Benutzen sie also bitte zum vorübergehenden Anlegen nur die Bojenplätze in der Bucht von Maderno (vor dem ehemaligen Restaurant Al Muretto).


Porto di Lugana- Das kleine Dörfchen Santa Maria di Lugana ist ein Ortsteil von Sirmione und liegt ca. 1km von Sirmione in Richtung Peschiera. Auf den Hügeln hinter Lugana erstreckt sich in etwa von Peschiera bis Lonato das gleichnamige Weinbaugebiet des berühmten Weißweins Lugana D.O.C.  Beim Studium der offiziellen Hafenpläne haben wir herausgefunden, dass es im Hafen von Lugana einen Platz für temporäres Anlegen (dort mit ORE gekennzeichnet) und einen Platz für Notfälle (dort mit EMERGENZA gekennzeichnet) geben soll. Wir haben den Hafen Anfang 06/19 besucht. Diese Plätze gibt es am linken bzw. rechten Molenkopf des Hafens. Diese Plätze sind aber nicht

beschildert. Die weiteren 69 Plätze im Hafen sind revervierte Plätze mit Schildern und Nummern, an denen sie nicht anlegen dürfen. Wir haben am Platz der im Hafenplan mit ORE gekennzeichnet ist, angelegt (siehe Bild unten). ORE bedeutet ein Anlegen für Stunden, dies sind ohne weitere Angabe in der Regel 4 Stunden. Der Porto Lugana befindet sich im flacheren Wassergebiet und kann nur über einen Korridor der mit Dalben gekennzeichnet ist angelaufen werden (siehe auch dazu Bild unten). Wir werden diesen Hafen in eine neue Ausgabe 2020 unseres Ratgebers mit aufnehmen.

 

 


Gästeliegeplätze in Garda

 

Bei unserem letzten Besuch haben wir in Garda

eine neue Hinweistafel für die Gästeliegeplätze entdeckt - wir beschreiben diese Plätze in unserem Ratgeber unter der Nummer

17. Diese Hinweistafel zeigen wir auf dem nebenstehenden Bild;

der Text ist etwas schwer zu lesen, darum dürfen wir daraus zitieren:

Die linken von See aus gesehenen Plätze (das sind die äußeren 5 mit Bojen)  sind für eine maximale Bootsbreite von 2,45 m bestimmt, die rechten (das sind die inneren 5 mit Mooringleinen) sind für eine maximale Bootsbreite von 2,05 m bestimmt. Die maximale Belegzeit beträgt 4 Stunden, die Parkgebühr beträgt Euro 5.-/Stunde. Das Parkticket ist gut sichtbar am Boot anzubringen. Ein Liegen an diesen Plätzen über Nacht kostet von 23.00 Uhr am Abend bis 9.00 Uhr am nächsten Morgen Euro 20.-. Nach unserer Kenntnis sind dies die einzigen Gastliegeplätze, wo auf ein Liegen während der Nacht hingewiesen wird. Weiter wird gesagt, dass im Falle von Unwetterwarnung ein Anlegen dort strikt verboten ist*. Wird dies nicht beachtet, werden Maßnahmen zu einer erzwungenen Entfernung getroffen und die entstehenden Kosten belastet.

 

 

* Wir persönlich können dieser Aussgage nicht ganz folgen, in andere Häfen darf nur bei widrigem Wetter (Unwetter) zum Schutz eingelaufen werden, hier wird in einem solchen Falle auf Abschleppung hingewiesen. Die Gästeplätze sind wohl kein geschlossener Hafen, sind aber durch die Hafenmauer des Porto Vecchio zur Rechten und dem Kai von Navigarda zur Linken doch in gewisser Weise geschützt. Wir werden dazu bei Gelegenheit nachfragen.

 


Porto di Gardone Sotto - Auch hier haben wir in den offiziellen Hafenplänen einen Platz mit "Ore" gefunden der uns zum Nachsehen animierte. Mit Ore werden in der Regel Plätze für zeitweiliges Anlegen, d.h. für Stunden beschrieben. Der Hafen Porto di Gardone Sotto

(sotto steht für unten) ist ein wirklich kleiner Hafen für nur wenige Boote in den sie auch ohne direktes Verbotsschild nicht Einlaufen sollten. Im Hafen konnten wir lediglich ein Schild mit "Ormeggio Riservato per Scalo" entdecken, wir konnten dessen Bedeutung nicht selbst bestimmen, uns wurde dies mit dem ungefähren Wortlaut : Reserviert zum Anlegen für Ein/Aussteigen oder Umsteigen überbesetzt. Gleich daneben befindet sich aber noch ein Schild mit "Riservato Taxi" und dem Hinweis Anlegen verboten. Etwas weiter innen im Hafen gibt es noch einen Platz für Notfälle der mit "EMERGENZA" bezeichnet ist. Es gibt also im Hafen von Gardone keinen Platz zum zeitweiligen Anlegen; benutzen sie dazu die Pläze am Schwimmsteg oder die Bojenplätze etwas südlich davon vor dem Hotel Sayoy. Beides sind öffentliche Plätze. Weiter konnten wir erfahren, dass der Hafen von Gardone in der Zukunft vergrössert werden soll, wie die Zukunft dann bezüglich Gästeplätzen aussehen wird, konnte man uns bis jetzt nicht beantworten.


Campione del Garda ist eine Ortsteil von Tremonsine und liegt im Nordwesten des Gardasees. Wir haben diesen Ort nun das dritte Mal in 07/19 wegen dem Anlegen mit dem Motorboot besucht. Es gibt dort wirklich keine offizielle Anlegestelle zum zeitweiligen Anlegen. Der Ort hat 3 Stege, an denen sie mit einem Boot am Kopf mit Sicherheit anlegen können, offizielle Anlegeplätze sind dies aber nicht. Wir denken, dass ein Anlegen dort für eine kürzere Zeit ohne Anstand möglich ist. Meist liegen auf diesen Stegen aber Urlauber, die sich durch ein Anlegen vielleicht gestört fühlen könnten. Dieser Ort wird vordergründig von Seglern und Surfen besucht, die dort ihr Paradies haben. Die Winde in dieser Gegend  sind das Element für diese Sportart. Es gibt in Campione einen Vela Club (Segelclub) der im Süden des Ortes einen kleinen Hafen hat. Vor der Promenade von Campione in Richtung Vela Club konnten wir auch einenen größeren Schwimmsteg entdecken, an dem man möglicherweise anlegen könnte, um so in den Ort zu kommen; wir haben aber nicht über dessen Bestimmung und möglichen Nutzung weiter recherchiert. Nochmals zum Ort selbst: Französische Investoren wollten mit einem  ambitionierten Konzept vor 10 oder mehr Jahren Campione zu einem kleinen Luxusort umbauen. Dabei hätte ein Hafen von 150 bis 180 Liegeplätzen enstehen sollen.  Mit einer Seilbahn hätte man vom kleinen Ort Campione dann in die Höhe von Tremosine zu Golfspielen fahren können. Die Tunnels, über die Campione überhaupt zu erreichen ist, wären nur noch für Authorisierte freigegeben gewesen. Daraus wurde bisher nichts, die Aktivitäten dazu ruhen seit 2013; wie es weitergehen wird, bleibt bisher unbeantwortet. Das bereits gebaute größere Parkhaus wurde im November 2014 durch einen Felssturz drei Etagen weit durchschlagen und ist bis heute gesperrt; Verletzte gab es dabei nicht. Alles in Allem, eine bis heute verworrene Situation.  Noch ein Wort zur Vergangenheit: Campione war im 1900 - Jahrhundert noch ein kleiner Industrieort, in dem durch die Wassserkraft der fallenden Sturzbäche Baumwollspinnereien betrieben wurden . Das Arbeiterdorf konnte bis 1930 (Bau der Gardesana Occidentale) nur über Pfade oder den Seeweg erreicht werden. Heute ist Campione ein Ort in dem sich viele leerstehende Wohnungen befinden, ehemals für das große Konzept erbaut bis heute aber nicht genutzt.  Aber dennoch ein beliebter und landschaftlich schöner Platz für viele Segler und Surfer.


Zu den Führescheinbestimmungen: Wir beschreiben in unserem Ratgeber die Führerscheinbestimmungen für den Gardasee.  Dabei sagen wir, dass Slowenische und Kroatische Bootsführescheine die von Deutschen dort erworben wurden, in Italien keine Gültigkeit haben. Dazu haben wir Zuschriften bekommen, die das Gegenteil behaupten wollen. 

 

Wir dürfen dazu wie folgt erklären: Durch die UN Resolution ECE Nr. 40 „Bootsführerscheinanerkennung auf Gegenseitigkeit in Europa“ wurde geregelt, dass Staaten, die diese Resolution unterzeichnet haben, gegenseitig das ICC (International Certificate for Operations on Pleasure Craft) auf Binnen- oder Küstengewässer anerkennen. Zu diesen Staaten gehören heute:  Belgien, Bulgarien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Kroatien, Litauen, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Polen, Rumänien, Schweiz, Serbien, Slowakei, Tschechische Republik, Ungarn, Vereinigtes Königreich und Weißrussland.  Es wird dabei aber immer noch unterschieden zwischen Binnen- oder Küstengewässer, d.h. der Gardasee ist ein Binnengewässer und erfordert die vergleichbare, im Heimatland gültige und anerkannte Befähigung zum Führen eines Bootes, das ist in Deutschland der SBF-Binnen (Sport-Boot-Führerschein Binnen).  Für Boote, die in Deutschland registriert sind, gilt diese Regelung größer 15 PS Motorleistung, für Boote die in Italien registriert sind, gilt dies ab einer Motorleistung von größer 40 PS.

 

Mit einem Sportboot-Führerschein-See aus Kroatien können sie nach dieser Regelung auf dem Gardasee nicht fahren. Ob es in Kroatien einen „Binnenschein“ gibt ist uns nicht bekannt. Für Slowenien ist uns nicht bekannt, dass diese Regelung unterzeichnet wurde. Weiter ist auf den Wortlaut im „Heimatland anerkannte und gültige Befähigung“ zu achten, Deutsche die keinen ständigen  Wohnsitz in einem anderen Land haben, sind Deutsche und somit bleibt das Heimatland Deutschland.

 

Weiter konnten wir in Erfahrung bringen, dass das ausgestellte deutsche Patent für das Ausland den Zusatz „International Certitificate for Operators of Pleasure Crafts“ enthalten muss, ältere Patente enthalten diesen Zusatz nicht und könnten bei genauer Auslegung ggf. nicht anerkannt werden? Ältere Patente können auf Antrag beim DMYV oder DSV) auf Antrag umgeschrieben werden. Auch hierzu könnte man wieder über Patente ohne diesen Zusatz weiter spekulieren und interpretiern, wir wissen es nicht anders und  wir wollen uns nicht an Interpretationen dazu beteiligen. In eigener Sache: wir selbst fahren noch auf dem Gardasee mit dem "Motorbootführerschein A für Binnenfahrt" aus dem Jahre 1980 und hatten damit bisher keine Probleme, unser eigenes Verhalten sollte aber nicht der Maßstab der Dinge sein.  Inwieweit italienische Beamte am Gardasee welcher Regelung ggf. Rechnung tragen werden, ist uns nicht bekannt.

All diese Regelungen werden im Alltag oft leicht betrachtet. Sollte es aber im  Ernstfall um Haftungsansprüche gehen, werden mit Sicherheit von den dazu verantwortlichen, deutschen Stellen (Staatsanwaltschaft, Versicherungen …) nur geschriebene Gesetze und nicht Interpretationen zur Anwendung kommen. Wir möchten mit unserem Ratgeber nur berichten, was wir mit Quellen belegen können. Bitte verstehen sie , wir möchten sie zum Bootfahren am Gardasee eingehend informieren , wir können aber keine klärende Stelle für gegenseitige Führeschein-Anerkennungen in der EU sein.

 

 

 

Anbei dürfen wir ihnen die beiden internationalen Zertifikate aus den deutschen Sportbootführerscheinen zeigen, links aus dem SBF-Binnen,

rechts aus dem SBF-See. Die beiden Unterschiede im Wortlaut haben wir dazu rot unterstrichen.

 

Seit 2018 sind diese Sportbooführerscheine auch im Scheckkartenformat erhältlich und können auf Antrag beim DMYV oder DSV umgeschrieben werden, diese könnten sie dann bequem mit anderen Karten mitführen, eine Notwendigkeit dazu besteht aber nicht.


Porto Campanello - Castelnuovo: In verschiedenen Beiträgen zum Bootfahren am Gardasee konnten wir immer wieder lesen, dass man in diesem Hafen zum Besuch des naheliegenden Restaurants anlegen könnte. Wir haben diesen Hafen in 06/19 besucht und versucht, uns ein eigenes Bild zu machen. Wir haben auch dort angelegt.  Offiziell gekennzeichnete Plätze zum vorübergehenden Anlegen konnten wir aber nicht finden. Es gibt wohl rechts der Hafeneinfahrt eine Treppe an einem Steg, an der man vielleicht kurzzeitig anlegen könnte, weiter gibt es links der Hafeneinfahrt einen Bereich für das Anlegen von Polizei und für Notfälle. Auf Anfrage bei der Gemeinde Castelnuovo ("ufficio technico" über unseren Partner gardasee.de) konnten wir erfahren, dass im Hafen von Campamello ein Anlegen von nicht authorisierten Booten verboten ist. Wirklich schade, wäre ein netter Ort für einen kleinen Zwischenstopp gewesen.